Il potere di un titolo e altre ‘considerazioni inattuali’ – Die Macht einer Schlagzeile und andere ,unzeitgemäße Betrachtungen‘

Il quotidiano Alto Adige pubblica oggi (28 aprile 2016) una mia intervista titolandola “Convenzione, quanti errori”. È triste dover constatare come un titolo possa veicolare un messaggio totalmente fuorviante e distorcere il messaggio di una lunga intervista. Ferisce soprattutto chi come me con le parole lavora ed è consapevole della loro grande responsabilità, e per questo cerca sempre di pesarle con attenzione.

Sintetizzare in poche parole un lungo dialogo che spesso tocca tanti temi è molto difficile. In questo caso, i contenuti dell’intervista riflettono, in parte, alcuni temi della discussione. Ma il titolo è ciò che più conta, e dà un messaggio doppiamente sbagliato. Da un lato mi mette nel calderone dei qualunquisti che criticano senza proporre alternative, ed è il contrario di ciò che voglio fare. Dall’altro, così facendo, perpetua un’opinione preconcetta rispetto a un tema – in questo caso la convenzione, ma vale spesso anche in tanti altri ambiti. Ossia che sia qualcosa di sbagliato, che non va bene e che va criticata – ovviamente senza proporre alternative. Benissimo criticare nei commenti dove ciascuno dice la propria, ma è scorretto farlo manipolando le parole di altri, specie quando dicono il contrario.

Non credo nella stampa “neutra”, tutti hanno le proprie opinioni. E fanno bene a esprimerle, perché il contributo della stampa è fondamentale per il dibattito pubblico. Ma il modo di farlo è il confronto delle idee – ad esempio gli editoriali. Non la manipolazione o peggio (come mi è capitato di subire lo scorso autunno da parte di un quotidiano) attacchi personali basati sul nulla.

Poco grave il fatto in sé: i quotidiani sono effimeri e domani questa piccola vicenda sarà acqua passata. E comunque la colpa in ultimo è mia, perché non ho ancora capito che le conversazioni con i giornali non sono convegni accademici e i messaggi è meglio se sono elementari e diretti… È però triste che in un mondo in cui la comunicazione conta più dei contenuti la stampa abbia spesso una propria agenda e i nuovi media sono spesso monopolizzati da chi usa argomenti banali con linguaggio aggressivo. Non c’è proprio da essere ottimisti e non posso non manifestare la mia delusione. Pazienza, domani è un altro giorno – un altro giorno buono per imparare e riflettere.


Die Tageszeitung Alto Adige hat heute (28. April 2016) ein Interview mit mir mit dem Titel „Convenzione, quanti errori” veröffentlich. Es ist traurig, feststellen zu müssen, wie sehr eine Schlagzeile eine völlig irreführende Quintessenz übermitteln und die Botschaft eines langen Interviews verzerren kann. Dies verletzt vor allem Leute wie mich, die mit Worten arbeiten, sich ihrer großen Verantwortlichkeit bewusst sind und sie deswegen jedes Mal auf die Waagschale legen.

Es ist schwierig, ein langes Gespräch zu den unterschiedlichsten Punkte in wenigen Wörtern zusammenzufassen. Im konkreten Fall spiegeln die Inhalte des Interviews tatsächlich teilweise einige der besprochenen Themen wider. Doch der Titel ist das, was am meisten zählt, und übermittelt eine doppelt falsche Botschaft. Zum einen werde ich dadurch in den Topf der Gleichgültigen geworfen, die zwar schimpfen, aber keine Alternativen vorschlagen, und dies ist das Gegenteil dessen, was ich machen will. Zum anderen wird eine vorgefasste Meinung zu einem bestimmten Thema untermauert, in diesem Fall ist es der Konvent, aber es gilt häufig für viele andere Bereiche ebenso. Nämlich indem gesagt wird, dass etwas falsch ist, dass etwas so nicht gut geht und kritisiert werden muss – selbstverständlich ohne Alternativen aufzubringen. Es ist gut, dass die Kommentare, in denen jeder seine eigene Meinung äußern darf, Platz für Kritik bieten. Allerdings ist es nicht korrekt, Kritik unterzubringen, indem man die Aussagen anderer manipuliert, schon gar nicht, wenn die anderen das Gegenteil sagen.

Ich glaube nicht an eine „neutrale” Presse, jeder hat eine eigene Meinung. Und schließlich leistet die Presse einen wesentlichen Beitrag für die öffentliche Diskussion. Allerdings soll dies beispielsweise in den Leitartikeln erfolgen, und nicht durch Manipulation oder, noch schlimmer, durch persönliche Angriffe aus dem Nichts (wie ich sie im Herbst letzten Jahres von Seiten einer Tageszeitung erfahren musste).

An sich ist es halb so schlimm: Tageszeitungen sind kurzlebig und morgen ist diese kleine Episode bereits Vergangenheit. Und letztenendes ist es meine Schuld, weil ich immer noch nicht verstanden habe, dass die Unterhaltungen mit den Zeitungen keine akademischen Tagungen sind, und dass es besser ist, wenn die Botschaften einfach und direkt sind… Es stimmt mich aber traurig, dass die Presse in einer Welt, in der die Kommunikation mehr zählt als die Inhalte, häufig die eigenen Meinungen vertritt und dass die neuen Medien oft von Leuten monopolisiert werden, die ihre banalen Argumente mit aggressiven Worten vorbringen. Es gibt wenig Grund für Optimismus und ich kann nicht anders, als meine Enttäuschung auszudrücken. Da kann man nichts machen, morgen ist ein anderer Tag – ein anderer guter Tag zum Lernen und Nachdenken.


Francesco Palermo

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