via forumcostituzionale.it: “Stato delle autonomie vs. governo della burocrazia”

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Spunti di estremo interesse, e lo dico da tecnico…

(Riporto l’intervento di Roberto Bin al Seminario del Gruppo San Martino su “Un nuovo assetto costituzionale per le autonomie?”, 8 novembre 2013; in corso di pubblicazione su “Le Istituzioni del Federalismo”)

Stato delle autonomie vs. governo della burocrazia
di Roberto Bin

1. Nel mio intervento non parlerò delle province, nonostante molto vi sarebbe da dire; non parlerò dei “saggi” nominati dal Governo, anche perché alcuni sono qui e ci stanno ascoltando; non parlerò delle riforme costituzionali; non parlerò del Titolo V della Costituzione e non parlerò della giurisprudenza costituzionale che su di esso si è sviluppata.
Cercherò invece di rispondere brevemente alle tre domande che sono state poste nella lettera di invito. Prima domanda: la crisi economica condurrà ad un totale ridimensionamento dell’autonomia o ad un più maturo federalismo? Seconda domanda: occorre riscrivere la Costituzione? Terza domanda: occorre un nuovo statuto costituzionale delle autonomie?
Alla terza domanda risponderò “sì”; alla seconda domanda risponderò “no”, spiegando i motivi di questa apparente contraddizione; con riferimento alla prima domanda, invece, la questione è più complessa e, pertanto, il discorso sarà più lungo.
2. Siamo invitati a riflettere su un preciso quesito: bisogna rilanciare o ridimensionare le autonomie? Prima di rispondere a tale domanda, tuttavia, vorrei formularne una ulteriore, che mi sembra prioritaria: ma di quali autonomie stiamo parlando?
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via eurac.edu: Institute for Studies on Federalism and Regionalism

Francesco Palermo, the Head of the Institute for Studies in Federalism and Regionalism at the European Academy of Bozen/Bolzano tells us why he thinks federalism is an important tool for governance. He gives five examples of federal states from around the world (United States, India, Switzerland, Germany and South Tyrol) and describes how their federalist concepts make them economically and/or socially strong.

Marco Cammelli: “Regioni e regionalismo: la doppia impasse”

UnknownIn un testo di rara chiarezza, Marco Cammelli analizza il “cono d’ombra” in cui sono finite le regioni italiane, e spiega le ragioni profonde della crisi del sistema regionale in Italia. Ne emerge con chiarezza la necessità di un’idea del ruolo, delle funzioni e della natura delle regioni che purtroppo manca. Inoltre, i cambiamenti strutturali degli ultimi tempi hanno reso obsoleto anche il modello delineato, con mille imperfezioni, dalla riforma del 2001, che ancora presume la centralità del pubblico e l’equivalenza tra potere pubblico e tutela degli interessi generali, messe in discussione dal trasferimento di importanti funzioni regolative a soggetti nuovi e diversi dal pubblico.

Una lettura tecnica ma di estrema utilità per comprendere le sfide del sistema regionale e il il “bisogno di regione” per garantire un efficace modello di governo.

M. Cammelli: Regioni e regionalismo: la doppia impasse, in Le Regioni 4/2012, pp. 673-710 (anche in: http://www.rivisteweb.it/doi/10.1443/73176)

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Eine hellsichtige und in vielen Aspekten vertretbare Analyse der Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Staat und Regionen

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In seiner Abhandlung – wie immer sehr durchdacht und brillant -, die im “forum costituzionale”, einem Fachmagazin für Verfassungsfragen, publiziert worden ist (siehe Anlage), hat einer der hervorragendsten Verfassungsrechtler Italiens, Roberto Bin, die Schwachpunkte im Bericht der sogenannten “Weisen” in Bezug auf die Beziehungen zwischen Staat und Regionen offen gelegt. Es sind wichtige Kritikpunkte, denen Rechnung getragen werden muss, weil der Beitrag der “Weisen” mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ausgangspunkt für die Reformen dienen wird.
Ich teile vollinhaltlich den ersten und letzten von Bin aufgezeigten Problempunkt: sprich, dass die vorgeschlagene Zusammensetzung für den “Senat der Regionen” ausgelegt ist, nicht zu funktionieren, und dass das einzige sinnvolle Modell die Vertretung nur durch die Regionalregierungen wäre; und dass ohne eine Dezentralisierung der Gesetzgebung und der Mentalität der Ministerialbürokratien, der Justizbehörden und der “Vorzimmer der Politik” das italienische Rechtssystem es niemals schaffen wird, sich vollständig zu dezentralisieren.
Hingegen hege ich Zweifel gegenüber der Aufteilung der Kompetenzen. Die Analyse von Bin ist korrekt, die vorgeschlagene Lösung, die auf eine politische Einigung nach dem britischen Modell beruht, würde allerdings, so glaube ich, in Italien nicht funktionieren, und zwar wegen der mangelhaften Bereitschaft, sich an politischen Abkommen zu halten. Besser wäre ein Zweistufen-System der Kompetenzen: auf der einen Seite umfassende, thematische Bereiche, in denen die notwendige Flexibilität garantiert wird; auf der anderen, und innerhalb dieser, die Festlegung von spezifischen Regeln für einzelne “Klein-Politik-Felder”.
Der Beitrag von Bin ist, auf jeden Fall, eine überaus nützliche Lesart, die ich verbreiten möchte, um zu verhindern, dass fehlgeleitete Analysten die politische Debatte durchdringen.

Hier zum download der Abhandlung: Bin Saggi e Regioni 2013

Una lucida e per molti aspetti condivisibile analisi dei problemi dei rapporti Stato-Regioni.

leselampeIn un saggio come sempre acuto e brillante, pubblicato sul forum costituzionale (v. allegato), uno dei migliori costituzionalisti italiani, Roberto Bin, esamina i punti di debolezza del rapporto dei cd. “saggi” in relazione ai rapporti tra stato e regioni. Sono critiche importanti e da tenere in considerazione, perché il testo dei “saggi” costituirà con ogni probabilità la base di partenza delle riforme.

Personalmente condivido interamente il primo e l’ultimo punto indicati da Bin: ossia che la composizione proposta per il “Senato delle Regioni” sia destinata a non funzionare, e l’unico modello sensato sarebbe la rappresentanza dei soli esecutivi regionali; e che senza una decentralizzazione giuridica e mentale delle burocrazie ministeriali, giudiziarie e “di anticamera politica” l’ordinamento italiano non riuscirà a decentrarsi appieno.

Ho dei dubbi invece riguardo al riparto delle competenze. L’analisi di Bin è corretta, la soluzione proposta, basata su un accordo politico e convenzionale, non credo che funzionerebbe in Italia, per la scarsa disposizione ad attenersi alle convenzioni e agli accordi politici. Meglio sarebbe un sistema doppio di competenze: da un lato ambiti tematici ampi, in cui garantire la necessaria flessibilità; dall’altro, e al loro interno, la definizione di regole specifiche per singole “micro-politiche”.

Il contributo di Bin è, in ogni caso, una lettura utilissima che voglio diffondere per evitare che analisi sbagliate permeino il dibattito politico.

Download documento: Bin Saggi e Regioni 2013

Autonomie ausgehöhlt, aber es sind ja bald Wahlen…

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Das kürzlich vom Verfassungsgerichtshof gefällte Urteil Nr. 77/2013 (Volltext des Urteils über http://www.giurcost.org/decisioni/index.html) ist beispielhaft für die aktuellen Probleme der Südtiroler Autonomie und der Beziehungen zwischen Staat und Regionen.

 

Die Regierung hat verschiedene Artikel des Südtiroler Finanzgesetzes 2012 angefochten, die eine breite Palette an Bereichen betreffen: von der Herabsetzung der Abgabe auf die Steuer für Haftpflichtversicherungen für Personenkraftwagen bis hin zum Schulkalender; von der Erneuerung der Wasserkonzessionen bis hin zur Ämterhäufung beim Land, bei angeschlossenen Institutionen und kontrollierten Gesellschaften; und viele weitere Themen mehr.

Der Verfassungsgerichtshof zeigt keine besondere Sensibilität gegenüber den Sonderautonomien; er bestätigt vielmehr die Ausrichtung seiner nunmehr konsolidierten Rechtsprechung. So erklärt er einige wichtige Bereiche des Landesfinanzgesetzes für verfassungswidrig. Beispielsweise wird überhaupt kein Sonderanspruch für Südtirol anerkannt, was die Zuständigkeit für die Gemeindehaushalte oder etwa die Revision von Fahrzeugen anbelangt.
Gleichzeitig stellt der Gerichtshof aber auch fest, dass im Gegenteil der Staat einige sehr generelle und unpräzise Rechtsmittel vorgebracht hat, die den Sonderstatus verkennen, zum Beispiel im Bereich der Gemeindefinanzen oder der Konzession für Kraftwerke, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Verfassungsgerichtshof seine Rechtsprechung in einer wenig autonomiefreundlichen Ausrichtung fortführt, auch wenn er den Sonderstatus nicht aus den Augen verliert, sollten die Anfechtungen der Regierung zu allgemein gehalten und schlecht argumentiert sein. Nichts neues also. Es ist für die Zukunft jedenfalls nur schwer zu erwarten, dass es einen bedeutenden Umschwung in der Ausrichtung des Verfassungsgerichtshofs geben wird.

Gleichzeitig darf aber nicht unterlassen werden, auch die Fehler des Landes aufzuzeigen. In erster Linie, weil es die übelsten staatlichen Angewohnheiten übernimmt, indem es in das Finanzgesetz von allem etwas hineinpackt und daraus ein unsystematisches Sammelsurium macht, und das alles nur, weil es ein Gesetz ist, das en bloc zu verabschieden ist.
In zweiter Hinsicht, indem das Land auf wenig akkurate Weise gesetzgeberisch tätig ist, weil es Bestimmungen einfügt, die offenkundig in Widerspruch zu einigen Grenzen der Rechtsordnung stehen, so wie jener zur Ämterhäufung.
Schließlich, und vor allem, weil es – obgleich der wachsenden Schwierigkeiten in den Beziehungen zum Staat – unwahrscheinlich erscheint, dass es in kurzer Zeit zu schaffen ist, einen Reformprozess des Statuts einzuleiten. Obwohl es als einziges Mittel die zentralistische Dynamik überhaupt eindämmen könnte, so wie sich diese hier erneut gezeigt hat. Und gegen eine Reform des Status spricht zur Zeit nur, dass man bereits auf die Wahlen im Herbst schielt.
Die Zeit wäre in Wirklichkeit vorhanden, um bereits früher zu beginnen. Aber die politischen Kräfte denken leider schon nach Maßgabe der Wahlkampflogik. Deshalb wird jeder Vorschlag für eine Reform in wahltechnischer Hinsicht kalkuliert, weshalb es vorgezogen wird, alles auf nach der Wahl zu verschieben.
So wie es bislang immer schon gemacht worden ist, dabei mehr als ein Jahrzehnt zuwartend und sich gleichzeitig die Autonomie Schritt für Schritt, Urteil für Urteil beschneiden lassend.

Es wäre die Ironie des Schicksals, und auch gravierend, wenn der Konvent für die Reformen zuerst auf staatlicher Ebene anstatt auf lokaler beginnen würde. Ein weiteres Mal hätten wir bewiesen, dass die angebliche und immer hochgehaltene politisch-verwaltungstechnische Überlegenheit unseres Landes nur ein Slogan ist, immer mehr bar jeden Inhalts.
Wenn weitere zehn Monate aufgrund der Wahlen verloren gehen, besteht die Gefahr, ein weiteres Mal teuer für einen Wahlkampf zu bezahlen. Ein Wahlkampf, der, wie es nunmehr immer öfter passiert, und zwar auf allen Ebenen, die Situation verschlechtert, anstatt die Probleme zu lösen.

Autonomia erosa, ma ci sono le elezioni…

fp 3-13
La recente sentenza della corte costituzionale n. 77/2013 (testo completo in http://www.giurcost.org/decisioni/index.html) è paradigmatica dei problemi attuali dell’autonomia altoatesina e dei rapporti Stato-Regioni.
Il Governo ha impugnato diverse disposizioni della legge finanziaria 2012 della Provincia autonoma di Bolzano, che riguardavano una vasta serie di materie: dalla riduzione dell’aliquota sull’imposta sulle assicurazioni contro la responsabilità civile per i veicoli a motore al calendario scolastico, dal rinnovo delle concessioni idrica al cumulo tra incarichi dirigenziali in Provincia e presso enti strumentali e società controllate, ed altri temi ancora.
La Corte costituzionale, nel confermare la sua linea giurisprudenziale ormai consolidata, non mostra certo particolare sensibilità nei confronti della specialità. Così dichiara illegittime alcune importanti parti della finanziaria provinciale non riconoscendo alcuna specificità in materia di bilanci comunali o di revisione dei veicoli. Per contro, riconosce anche che lo Stato ha prospettato alcune impugnazioni generiche e imprecise, ignorando la specialità, ad esempio in materia di finanza comunale o di concessioni per impianti alimentati da energie rinnovabili.
Insomma, possiamo dire che la giurisprudenza costituzionale continua nella sua linea poco autonomista, anche se non perde di vista la specialità quando le impugnazioni del governo sono generiche e male argomentate. Nulla di nuovo, ed è difficile attendersi per il futuro un significativo cambio di orientamento giurisprudenziale.
Nel contempo, però, non possono non segnalarsi anche gli errori della Provincia. Innanzitutto prendendo le peggiori abitudini nazionali, inserendo nella legge finanziaria un po’ di tutto, e facendone un minestrone asistematico, per il solo motivo che è una norma da approvare in blocco. In secondo luogo, legiferando in maniera poco accurata, inserendo disposizioni che sono palesemente in contrasto con alcuni limiti posti dall’ordinamento generale, come quella sui doppi incarichi. Infine, e soprattutto, nonostante la crescente difficoltà nei rapporti con lo Stato, sembra improbabile che si riesca ad iniziare in tempi brevi un processo di riforma dello statuto, che solo potrebbe contenere le dinamiche centraliste qui ancora una volta evidenziate, perché già si guarda alle elezioni d’autunno.
Il tempo ci sarebbe per iniziare prima, ma le forze politiche ragionano purtroppo già in termini di campagna elettorale. Dunque ogni proposta di riforma viene letta in chiave elettoralistica e si preferisce rimandare tutto a dopo le elezioni. Come si è fatto finora, perdendo oltre un decennio e facendosi intanto ridurre l’autonomia passo dopo passo, sentenza dopo sentenza.
Sarebbe ironico e grave se la convenzione per le riforme partisse prima a livello nazionale che sul piano locale. Ancora una volta avremmo dimostrato che la presunta e sempre sbandierata superiorità politico-amministrativa del nostro territorio è uno slogan sempre più vuoto di contenuti.
Se si perderanno altri 10 mesi a causa delle elezioni, c’è il rischio di pagare cara, ancora una volta, una campagna elettorale. Che come ormai sempre più spesso accade, a tutti i livelli, peggiora la situazione invece di risolvere i problemi.