Decadenza Berlusconi e legge di stabilità: Francesco Palermo risponde

Il Senato ha votato la decadenza di Silvo Berlusconi da senatore della Repubblica. L’aula ha applicato la legge “Severino” approvata lo scorso anno, dichiarando non validamente eletto il sen. Berlusconi in quanto non in possesso dei requisiti prescritti dalla legge. “La seduta è stata assai meno drammatica di quanto mi aspettassi. In ogni caso c’è da augurarsi che d’ora in poi si possa parlare meno del destino di Silvio Berlusconi e concentrarsi sui problemi del paese.”

La notte precedente era stata approvata, dopo una lunga maratona, la legge di stabilità: “In generale la legge introduce alcuni miglioramenti complessivamente limitati data la scarsa disponibilità di risorse, ma per le autonomie speciali sono stati fatti importantissimi passi in avanti, innanzitutto attraverso il passaggio della competenza primaria in materia di finanza locale. Le province di Trento e Bolzano avranno ora a disposizione una macchina molto potente. Dovranno provare di saperla guidare bene. Autonomia significa infatti capacità e responsabilità.”

Amtsverfall Berlusconis und Stabiltitätsgesetz: Francesco Palermo antwortet

Der Senat hat heute über den Amtsverfall Silvio Berlusconis als Senator der Republik abgestimmt. Das Plenum hat das im vergangenen Jahr erlassen “Severino”-Gesetz zur Anwendung gebracht, indem es Silvio Berlusconi nicht rechtmäßig gewählt erklärt hat, da er die vom Gesetz vorgesehen Vorraussetzungen nicht erfüllt. “Die Sitzung war um einiges weniger dramatisch, als ich es erwartet hätte. Jedenfalls ist zu wünschen, dass von nun an weniger über die Zukunft Berlusconis gesprochen werde, und man sich mehr auf die Probleme des Landes konzentriert.”

In der vorangegangenen Nacht ist das Stabilitätsgesetz, nach einem langen Sitzungsmarathon, angenommen worden. “Aufgrund der mangelnden Ressourcen halten sich die Verbesserungen im allgemeinen in Grenzen. Aber für die Sonderautonomien sind äußerst wichtige Schritte nach vorne gemacht worden, vor allem durch die Übertragung der Zuständigkeit bei den Lokalfinanzen. Die Provinz Trient und das Land Südtirol werden nun eine ziemlich starkes “Auto” zur Verfügung haben. Sie werden zeigen müssen, es gekonnt lenken zu können. Autonomie bedeutet eben Geschick und Verantwortung.”

Winston Churchill und die Parlamentsarbeit

Francesco Palermo fasst die jüngsten Entwicklungen in der Parlamentsarbeit im Senat zusammen, vom Fall Cancellieri bis zum Wahlgesetz, um zum Stabilitätsgesetz. Letztere enthält kritische Aspekte für die Südtirol-Autonomie: “Auch nicht die Reformen zum Nulltarif sind in der ursprünglichen Regierungsvorlage aufgenommen worden. Es ist zu hoffen, dass auch Dank der parallelen Verhandlungen mit der Regierung man zu einer Einigung gelangen kann.”

Nach den Landtagswahlen wird die Lage in Südtirol etwas klarer: “Es eröffnet sich eine neue Phase, die durch die notwendigen Reformen unserer Statuts geprägt sein muss. Diesbezüglich bin ich optimistisch, diese Gelegenheit ist nicht wiederholbar.”

Dilemma der Italiener oder Qualitätssprung in der ethnischen Demokratie?

foto 2011(veröffentlicht in der Wochenzeitschrift “ff” vom 7. November 2013)

Das Ergebnis der Wahlen legt das Problem deutlich offen, das die italienischsprachigen Südtiroler mit ihrer politischen Vertretung haben: Laut Volkszählung von 2011 macht die italienische Sprachgruppe in Südtirol zwar ein Viertel der Gesellschaft aus, jedoch nur ein Siebtel der gewählten Abgeordneten gehört jetzt dieser Sprachgruppe an.

Dass es ein Vertretungsproblem der italienischen Sprachgruppe gibt, wusste man bereits zuvor, und so dient dieses Ergebnis eher dazu, es noch sichtbarer zu machen. Es wäre aber ein Fehler, sich nur auf die Frage ihrer Vertretung auf politischer Ebene oder gar nur auf die Präsenz in der Landesregierung zu beschränken. Denn angenommen, es gibt den “disagio” der Italiener, löst sich dieser nicht mit zwei Landesräten anstatt nur einem auf.

Zu klären sind zunächst einige Fragen, zum Beispiel die rechtstechnische: Welche Lösungen für die Vertretungsfrage in der Landesregierung sind anzubieten? Es gibt verschiedene. Die erste ist per Gesetz die Anzahl der Mitglieder der Landesregierung zu ändern. Statt neun, könnten die Landesräte nur sieben sein, denn so entspräche nur ein italienischer Landesrat perfekt dem Proporz im Landtag. Oder 14, damit man auf “zwei ganze” kommt. Oder elf: So wären die Italiener “fast zwei”. Alles politische Zahlenspiele – die Ursache des Problems lösen sie nicht. Sie könnten vielmehr neue schaffen.

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Verfassungsreformen und Neozentralismus: Es braucht jetzt starke Argumente für den Schutz der Autonomien

In der heutigen Sitzung des Senats wurde der Verfassungsgesetzentwurf zur Einsetzung des Komitees für die Verfassungsreformen in zweiter Lesung verabschiedet. “Diese Abstimmung ist ein Meilenstein im Reformprozess. Wenn auch die Kammer den Text annehmen sollte, dann kann mit der inhaltlichen Diskussion begonnen werden.” Letzthin sind im Parlament neue zentralistische Vorstöße zu vernehmen, “denen wir, da wir nicht auf eine Logik der zahlenmäßigen Kraftverhältnisse bauen können, mit präzisen und starken Argumenten entgegentreten müssen. Wir können durchaus auch zeigen, wie wichtig die Sonderautonomien für die Wiederbelebung des Landes sind.”
Im “Komitee der 42” werden sehr wahrscheinlich zwei Südtiroler Parlamentarier vertreten sein, ein Abgeordneter und ein Senator, “was als gutes Vorzeichen gewertet werden kann, um unserer Stimme in diesem lange erwarteten Reformprozess der Verfassung Gehör zu verschaffen”.

Riforme costituzionali e neocentralismo: Ora servono argomenti forti per tutelare le autonomie

Nella seduta odierna del Senato è stato approvato in seconda lettura il disegno di legge costituzionale che istituisce il comitato per le riforme costituzionali. “Questo voto è un passaggio decisivo nel processo di riforma. Quando anche la Camera approverà il testo, si potrà partire con la discussione sui contenuti.” Ultimamente si percepiscono nuove spinte centralistiche in Parlamento, “alle quali noi, non potendo agire in una logica di numeri, dobbiamo e possiamo rispondere con argomenti precisi e forti, che evidenziano quanto le autonomie speciali siano fondamentali per la rinascita del paese.”
Nel “comitato dei 42” molto probabilmente ci saranno due parlamentari dell’Alto Adige, un deputato e un senatore, “il che è di un buon auspicio per poter far sentire la nostra voce in questo tanto atteso processo di riforma della Costituzione.”

Palermo: “Le autonomie speciali non sono il problema ma la soluzione”

In Senato è in corso la seconda lettura della legge che avvia il percorso di riforma costituzionale. Nel suo intervento in Aula, il senatore Francesco Palermo ha richiamato in particolare l’attenzione sulla diffusa ed errata convinzione che il decentramento sia stato una delle cause delle difficoltà istituzionali ed economiche del Paese. “Tutti concordano sul fatto che la riforma costituzionale del 2001 non abbia prodotto buoni risultati, vuoi perché alcune regioni hanno forzato troppo i limiti delle proprie competenze, vuoi perché molte, invece, non le hanno sapute sfruttare. Ma se si pensa di poter migliorare il sistema ricentralizzando le competenze si sbaglia profondamente”.
Il senatore Palermo ha sottolineato, tra l’altro, il ruolo positivo delle autonomie speciali. “Queste sono troppo spesso viste come eccezione da tollerare. Dimenticando che invece rappresentano il 20% delle regioni, il 15% della popolazione e quasi il 25% del territorio nazionale, e che spesso costituiscono modelli di buona amministrazione, utili anche per il resto del Paese”. “Una riforma dei rapporti Stato-Regioni è indispensabile, ma questa dovrebbe prevedere non competenze vaghe e generali, che favoriscono l’accentramento, quanto piuttosto un catalogo dettagliato di materie per individuare con chiarezza chi fa cosa”, conclude Palermo.